Editorial


Andrea GrünhagenLiebe Leserinnen und Leser,

was ist ein Wunder, und wann ist ein Wunder ein Wunder? Mit der Wahl der Schlagzeile für diese Ausgabe haben wir uns schon ein wenig festgelegt. Ein Wunder ist mehr als ein glücklicher Zufall oder günstige Umstände. Das wird vor allem deutlich, wenn man an die Auferstehung Jesu denkt. Ein Toter steht nicht zufällig wieder auf, falls einige positive Faktoren zusammenkommen. Tot ist eigentlich tot, darum lohnt es sich, etwas über das Wunder der Auferweckung Jesu zu sagen. Dass Gott als der souveräne Schöpfer und Lenker des Universums Naturgesetze, wie „Wer tot ist, wird nicht wieder lebendig“, außer Kraft setzen kann, ist eigentlich gar nicht so überraschend, finde ich. Und es gibt noch mehr gute Argumente für den Osterglauben, die Sie bei uns lesen können.

Wie unterschiedlich die Wunder sind, die in der Bibel vorkommen und wie Wunder mit Glauben zusammenhängen, ist ein weiterer Schwerpunkt. Ich nutze hier die Gelegenheit, vor einer Theologie zu warnen, die sich momentan in evangelikalen und charismatischen Kreisen rasant verbreitet und besagt: Jesus hat alles vollbracht. Alles liegt bereit für dich, du musst nur genug glauben und einen geistlichen Kampf kämpfen, dann bekommst du Gesundheit, Wohlstand usw. Und wenn kein Wunder geschieht, bist du selbst schuld. So zu denken ist nicht biblisch. Finger weg von solchen Methoden und Gedanken!

Die beruhen auf dem gleichen Prinzip wie esoterische Praktiken, die mit „Energien“ spielen, Wünsche „manifestieren“ usw. Es ist erstaunlich, was sonst so rationale moderne Menschen in dieser Hinsicht zu glauben bereit sind. Darum dreht sich ein weiterer Artikel. Wir denken bei einem Wunder oft an eine unerklärliche Heilung. Was eine Ärztin zum Thema sagt, wollten wir darum gerne wissen. Lesen Sie ein Interview dazu.

Am Ende dieser Ausgabe bildet der Hashtag eine gute Überleitung zum nächsten Thema. Im April soll es um den Gottesdienst gehen. Dann findet die offene Frage, mit der der Beitrag endet, auch eine Antwort, so viel sei schon mal verraten.

Es grüßt Sie herzlich
Ihre Andrea Grünhagen